Insektopedia - Mücken

Mücken - Culex piniens

Beschreibung
Stechmücke ist ein allgemeiner Begriff, der zur Bezeichnung mehrerer Insektenfamilien verwendet wird, die zur Ordnung der Diptera (Zweiflügler), und insbesondere zur Unterordnung der Nematocera gehören, obwohl sich dies genau genommen nur auf die Mitglieder der Familie der Culicidae bezieht. In der Tat gibt es 39 Familien von Stechmücken und 135 Unterarten insgesamt, mit mehr als 3.200 bekannten Spezies. Es sind fliegende Insekten mit schlankem Körper und langen Beinen. Die adulten Formen sind selten mehr als 15 mm lang. Die Larven und Puppen wachsen im Wasser heran.

Lebenszyklus
Stechmücken durchlaufen in ihrem Lebenszyklus vier Stadien: Ei, Larve, Nymphe oder Puppe und die adulte Form. Die Weibchen legen ihre Eier (bei einigen Arten rund 300 Eier auf einmal) irgendwo ab, wo sich schon mindestens eine Woche lang stehendes Wasser findet, und die Larven schlüpfen und wachsen dort heran. Nach ein paar Tagen werden sie zu Nymphen, die sich später öffnen, sodass eine adulte Stechmücke hervorkommt. Erst dann verlässt das Insekt das Wasser. Einige Steckmückenarten haben Lebenszyklen, die kaum sieben Tage dauern, andere können bis zu einem Monat lang leben.

Erfahren Sie mehr
Stechmücken sind Ursache für mindestens zwei Probleme. Das erste, ihr Stich, der sehr lästig sein kann. Zweitens können sie Überträger verschiedener Krankheiten sein. Jedoch nur die Weibchen sind für diese Probleme verantwortlich, da nur sie stechen: sie müssen das Blut eines Säugetiers saugen, um die Proteine zu erhalten, die für die Entwicklung der Eier notwendig sind. Ohne Blut könnten sich die Eier nicht entwickeln, da Stechmücken sich überwiegend von Nektar, Baumsaft und Fruchtsäften ernähren, die normalerweise nur einen geringen Proteingehalt aufweisen. Der Juckreiz nach einem Mückenstich ist das Ergebnis einer allergischen Reaktion, die bei Säugetieren durch das Perforieren der Haut durch den Stechrüssel der Mücke hervorgerufen wird (einem stielartigen Organ, das  zum Durchstechen der Haut verwendet wird, und das es dem Insekt ermöglicht, zwei Röhrchen einzuführen, um Speichel zu injizieren und Blut zu saugen). Bevor die Mücke unser Blut saugt, gibt sie eine Substanz ab, die die Blutgerinnung verhindert. Diese Substanz ist ein hochwirksames Blutgerinnungsmittel und auch der Auslöser für den Juckreiz. Stechmücken waren schon immer die Überträger von Infektionskrankheiten: sie können aufgrund ihrer Gewohnheit, mehrere Lebewesen nacheinander zu stechen, Krankheiten weitergeben. Die Anopheles-Mücke ist als Überträger der Malaria beim Menschen wohlbekannt (eine Hauptursache für eine schwächende Erkrankung mit mehr als 200 Millionen Fällen weltweit in jedem Jahr).

Wussten Sie schon?

  • Weibliche Stechmücken können im Sommer rund drei Wochen überleben, im Winter auch mehrere Monate lang.
  • Alle Stechmücken brauchen Wasser, um ihren Lebenszyklus zu vollenden.
  • Stechmücken können mit einer Geschwindigkeit zwischen 1,6 und 2,4 km/h fliegen.
  • Ein adultes Weibchen wiegt rund 2 mg.
  • Nur die Weibchen saugen Blut. Sie brauchen Blut für die Entwicklung ihrer Eier. Jedoch ernähren sie sich auch von Nektar und Säften, wie die Männchen.
  • Stechmücken schlagen zwischen 300 und 600 Mal pro Sekunde mit den Flügeln.
  • Stechmücken können das CO2, das wir ausatmen, aus Entfernungen zwischen 18 und 30 m erfassen.
  • Weibliche Stechmücken brauchen in der Regel rund 50 Sekunden, um die Haut von Säugetieren zu durchstechen und die Röhrchen einzuführen, und saugen dann rund 2,5 Minuten lang Blut.
  • Es gibt mehr als 3.200 Arten von Stechmücken.
  • Stechmücken können mehrere Wochen oder Monate lang leben, je nach Umweltbedingungen.
  • Die meisten Stechmücken bleiben innerhalb eines Radius von 1,5 km um ihren Geburtsort, obwohl manche Arten auch mehr als 30 km davon entfernt vorkommen.
  • Wenn die Weibchen stechen, injizieren sie Speichel unter die Haut. Dieser Speichel enthält Proteine, die allergische Reaktionen auslösen können.
  • Stechmücken finden sich auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis.
  • Der natürliche Lebensraum der Stechmücken ist stets in der Nähe von Wasser. Jedoch sind sie sehr anpassungsfähig, so dass sie an vielen Orten vorkommen, einschließlich von Städten.
  • Stadtmücken können das ganze Jahr über in Untergeschoßen brüten, in denen es feucht und warm ist.
  • Weiches Licht ist ein Magnet für Stechmücken. Aber sie mögen kein helles Sonnenlicht (daher gibt es am Tag weniger Stechmücken).

 

Tipps

  • Tragen Sie keine bunte Kleidung oder Parfüm, denn diese ziehen Insekten an.
  • Verwenden Sie physikalische Barrieren, wie Moskitonetze, an Orten mit einem hohen Stechmückenrisiko.
  • Vermeiden Sie weiches Licht, da es Stechmücken anzieht.
  • Entfernen Sie jegliches stehende Wasser in Behältern, Dosen, zurückgelassenen Gegenständen, Abwassergräben... Diese bieten perfekte Brutstätten für die Vermehrung von Stechmücken.

 

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